Bei Kaiserwetter präsentierte sich der Sichtungsgarten von seiner besten Seite. Andreas und Kim, zwei fachkundige Studenten der Fachhochschule, zeigten und die Anlage und erklärten uns mit Witz und Fachwissen die Besonderheiten. Trockenstaudenbeete, Sommerblumenbeete in Farbthemen gehalten, Wasserpflanzen, Steingartenpflanzen und vieles andere mehr war zu entdecken. Die große Hitze, Vormittags hatten wir schon 30 °C, ließ uns jedes Schattenfleckchen unter den Gehölzen finden. Durch den flotten Vortrag gingen die eineinhalb Stunden rasch vorbei, so dass wir zielstrebig den Weihenstephaner Berg erklommen. Denn oben erwartete uns ein kühler Gastgarten mit einer luftigen Laube. Hier konnte der vormittagliche Flüssigkeitsverlust wieder aufgefüllt werden, begleitet von bayerischen Schmankerln. Einge Wagemutige erkundeten noch die Gartenanlagen am Weihenstephaner Berg, andere hielt der Biergarten magisch im Bann. Ab 14:00 Uhr wurde es dann aber ernst, als uns Bereichsleiter DI Thomas Jasch und Student Sebastian wieder mit viel Humor durch die Haus- und Kleingartenanlage führten. Hier gabe es fast alles, was wir im Kurs bisher besprochen hatten in Natura zu sehen: Mischkulturen, Hügelbeet, Hochbeete, Topfgemüse, Kleingewächshäuser und natürlich perfekt gepflegte Gemüsebestände. Wir konnten Düngeversuche besichtigen und dort zeigte sich, dass das Motto "Viel hilft Viel" im Gemüsebau nicht unbedingt stimmt. Versuche belegten, dass zu wenig Dünger das Wachstum und die Gesundheit der Pflanzen hemmt, aber auch zu viel des Guten wirkt sich mit Wachstumsdepressionen aus. Basis für eine bedarfsgerechte Düngung sollte eine Bodenuntersuchung sein, um genau auf die vorhandenen Bedingungen reagieren zu können. Schon während der sehr interessanten Führung kam es zu ersten hitzebedingten Ausfällen. Eine große Gruppe verabschiedete sich gegen 15:30 Uhr mit am Gaumen kelbender Zungen Richtung Biergarten, während einige Hardcore-Gemüsefreaks es sich nicht nehmen ließen, Thomas Jaksch durch die heißen Gewächshäuser zu scheuchen. Dort konnten wir Versuche mit Topfgemüsarten und Tensiometer besichtigen. Beeindruckt war die kleine Schar auch von der Gurkenproduktion auf Steinwolle und von den schon beernteten Tomaten, die am 31. März bereits im Erdboden des Glashauses ausgepflanzt worden sind. Nachdem alle wieder eingesammelt waren, rollte Loacker-Tours mit uns Richtung Vorarlberg und - war es die Hitze und/oder das Bier - im Bus wurde es erstaunlich ruhig. Erst nach der Pause in Landsberg nahmen die Gespräche wieder zu und als uns dann Birgit noch mit ihren selbstgebrannten Edelbränden verwöhnte, (herzlichen Dank nochmals an dieser Stelle) war die gewohnt ausgelassene Ausflugsstimmung wieder da. Hinweis: Am Samstag, 28. August treffen wir uns um 9:00 Uhr zum Kursschwerpunkt Gemüseverarbeitung in der Küche am Sunnahof-Tufers. Hier werden wir in Gruppen Gemüsegerichte vorbereiten, Rezepturen tauschen und dann alles gemeinsam genießen. Das sollte sich kein/e Kursteilnehmer/in entgehen lassen! |