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OGV Obst- und Gartenkultur Vorarlberg

Es müssen nicht immer Bäume sein - Obstbautag 2018

So standen beim Obstbautag der Baumwärter und der LK Vorarlberg heuer Beeren im Mittelpunkt.
Beeren

Hagen Thoß von der Beerenobstberatung das Kantons Zürich gab einen Überblick über den extensiven Anbau von Strauchbeeren. Die Vielfalt der Beeren ist groß nahezu den ganzen Sommer über gibt es bei guter Planung die kleinen Früchtchen.

Allen gemein ist, dass sie gerne gleichmäßig feuchte, eher humose Böden haben. Staunasse und extrem karge Böden, Höhenlagen über 1.000 m ü.M., Spätfrostlagen und sehr schattige Standorte sollten aber generell gemieden werden.

Viele Beeren wachsen auch in Kübeln, wenn es sein muss.

Besonders empfindliche Wurzeln weisen Himbeeren und Heidelbeeren auf. Staunässe oder Stickstoff-Freisetzung aus sehr humosen Böden können die Wurzeln stressen und Pilzkrankheiten fördern. Wegen der Gefahr der Wurzelpilze sollte man besonders bei Himbeeren bei einer Nachpflanzung den Standort wechseln.

Die Kirschessigfliege ist eine relativ neue Gefahr für die Beeren. Je später die Früchte im Jahr reifen, desto größer die Gefahr eines Befalls. Somit sind vor allem Brombeeren, Herbsthimbeeren und Holunder gefährdet. Als Schutz im Hausgarten bieten sich engmaschige Netze oder kleine Netzsäckchen an. Die Maschenweite darf nicht größer als 1,3 x 1,3 mm sein.

Weniger verbreitet aber denn och wertvoll sind Aronie, Sanddorn, diverse Himbeer-verwandte, Goji-Beeren und viele mehr.

Stark gegen Schädlinge

Klemens Böck von der LK Tirol gab einen Überblick über die Pflanzenstärkungsmittel. Sie unterstehen dem Düngemittelrecht, was Kauf und Verwendung stark vereinfacht. Sobald sie aber direkt gg. Schädlinge wirken, müssen sie als Pflanzenschutzmittel eingestuft werden. Pflanzenstärkungsmittel aktivieren zb das Bodenleben und verbessern damit die Nährstoffaufnahme. Andere enthalten selbst Nährstoffe und helfen durch ihre Düngewirkung. Silikathältige Mittel sorgen für eine kräftigere Zellwand der Pflanze und eine etwas geringere Anfälligkeit zB gg. Blattläuse oder Pilze. Auch Antagonismus, also eine Konkurrenz gg. Schaderreger, kann ein Wirkungsmechanismus sein. Böck betonte, dass Pflanzenstärkungsmittel als Baustein in einer Pflanzenschutzstrategie zu sehen seien. Ihre Wirkung sei nicht so durchschlagend, dass sie alleine große Wunder bewirken können. Bei manchen Mitteln sei eine Wirkung gar nicht erwiesen, weshalb man solche, oft teuren Produkte, nicht kaufen sollte.

Von Grund auf gesund

Der letzte Vortrag gab einen Überblick über das aktuelle Sortiment an Unterlagen im Baumobst-Anbau. Werner Baumann, Obstbauberater am Landratsamt Friedrichshafen stellte die verschiedenen Unterlagen nach ihrer Wuchsstärke und den sonstigen Eigenschaften vor. Im Apfelanbau sei nach wie vor die Unterlage M9 für schwachwachsende Bäume Standard. Weniger feuerbrand-anfällig sein aber die kanadische Unterlage Geneva 11 (CG 11, G11). Solche Bäume brauchen zeitlebens ein Stützgerüst. Für standfeste Mostanlagen werden zunehmend Bäume auf M26 verwendet.

Bei den Birnenunterlagen ist die Quitte Adams Standard. Der Trend geht aber zu der weniger frostanfälligen Quitte Eline. Im Zwetschkenanbau sucht man Unterlagen, die gegen die Viruskrankheit Sharka resistent seien. Zunehmend kommen Kreuzungen anderer Unterlagen zur Verwendung, zB Wavit, Weiwa oder Waxwa. Völlig hypersensibel gg. Sharka ist die Unterlage Docera 6. Bei Kirschen dominiert im Erwerbsanbau nach wie vor die Unterlage GiSeLa 5.

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