Obst- und Gartenkultur Vorarlberg

Rosenschnittkurs am 12.04.2019

im Garten von Frau Claudia Sutterlüty. Rosenspezialistin Regina Metzler von Regreena in Andelsbuch begrüßte gut gelaunt und humorvoll 20 Frauen trotz eisiger Kälte zum Rosenschnittkurs im Frühling.

Anschaulich erklärte sie zuerst, dass Rosen wie Kinder zu behandeln sind.

  1. Man bereitet ihnen ein gutes Zuhause: keine Staunässe und humose Böden lieben sie, sowie mindestens 4-6 Stunden Sonne und ein luftiger Standort, der sie vor Krankheiten schützt.
  2. Damit sie selbständig werden, soll man sie nicht zu viel gießen, da sie lernen müssen, ihre Wurzeln tief zu schlagen und sich selber Wasser zu holen. Nur bei sehr heißen Zeiten sollten sie mit langsam rinnendem Wasser versorgt werden.
  3. Auch haben Rosen Hunger. 3x im Jahr sollten sie mit Dünger verwöhnt werden, das ist wie Schokolade für Kinder: beim ersten Rückschnitt, bei der ersten Blüte und Mitte Juli das letzte Mal.
  4. Dann sollten sie richtig gestutzt werden, damit sie richtig wachsen.

Dazu holte Regina die Schere und die Säge heraus, da sie mit einem Blick die Sorgenkinder erspähte. Wenn sich die Rosendornen in ihren Haaren verfingen, meinte sie liebevoll: "Jetzt werde ich wieder gestreichelt." Auch verwendete sie keine Handschuhe, denn es gäbe nichts Meditativeres, als am Abend die Dornen genüsslich mit einer Pinzette herauszuziehen.

Nun wurden an der einmalblühenden Ramblerrose die verletzten und kranken Triebe herausgeschnitten - ziemlich nahe am Boden, dürre Äste und Triebe die" im Weg" waren sowie sehr dünne Triebe, da diese meist nur Blätter machen.

Bei den öfter blühenden Strauchrosen schnitt sie die Triebe auf etwa 2/3 ihrer Höhe, wobei wiederum sehr dünne Triebe (Bleistiftdicke) entfernt wurden.

Bodendeckerrosen schnitt sie auf 10-20cm große Halbkugeln zurück.

"Wer schöne Rosen will und nicht nur grüne Sträucher, sollte die Rosen regelmäßig und genau schneiden", so ihr Spruch.

Manchen von uns Damen tat der grüne Daumen weh, wir werden aber ihren Rat befolgen.

Anschließend gab es heißen Tee von der Hausfrau, sowie eine Spezialbowle mit Kräutern und Himbeeren von der Kräuterfee Luzia.

Ein humorvoll vorgetragener Schnittkurs von Regina und ein uns kulinarisch verwöhnter von Claudia, Luzia und Brigitte ging nach 2 Stunden zu Ende. Und wäre es nicht so schrecklich kalt gewesen, hätten wir uns sicher noch länger über unsere Rosenkinder unterhalten.

Christina Greussing

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