Obst- und Gartenkultur Vorarlberg

Feuerbrand ist auch 2019 ein Thema

Der Feuerbrand ist eine hochinfektiöse Bakterienkrankheit des Kernobstes, die meldepflichtig ist und unbedingt mit geeigneten Massnahmen bekämpft werden muss.

Neben Äpfeln, Birnen und Quitten werden auch verwandte Zierpflanzen wie Weißdorn, Feuerdorn, Cotoneaster u.ä befallen. Die Infektion passiert in der Regel über die geöffnete Blüte. Mit Blütenbestäubern werden von den Überwinterungsstellen am Baum Bakterien in die Blüten transportiert. Dort können sie sich bei entsprechend warmer Witterung so stark vermehren, dass sie über die Blüte in den Baum eindringen und diesen je nach Art und Sorte mehr oder weniger stark schädigen können.

Heuer herrschten über Ostern einige Tage hinweg gute Vermehrungsbedingungen für die Bakterien. Inzwischen wurden bereits an einigen Stellen im Land massive Befälle gefunden.

Auffällig ist wieder, dass starke Befälle da beobachtet werden, wo in den letzten Jahren Befall in der Nähe gemeldet wurde. Oft handelte es sich dabei meist um Hochstämme, die immer wieder einmal Feuerbrand hatten. Diese können - trotz äußerlich gesundem Eindruck - auch Jahre nach einem Befall noch infektiös sein.

Daher ist es wichtig, Befälle zu melden und fachgerecht zu versorgen. Feuerbrand ist meldepflichtig. Jede Gemeinde hat einen Feuerbrand-Beauftragten, der die Meldung bearbeitet und Ratschläge zur Versorgung befallener Pflanzen gibt.

Gerade bei Birne und Quitte ist eine rasche Bekämpfung wichtig, damit die Bakterien nicht in den Baum eindringen, wo sie viele Jahre nachweisbar und infektiös sind. Robuste Apfelsorten sind meist in der Lage, den Feuerbrand selbst abzustoppen und von selbst nach einigen Jahren wieder bakterienfrei zu sein.

Im letzten Jahr gab es ein landesweite Nachpflanzaktion für Obstgehölze. Viele Gemeinden machen auch eigene Nachpflanzaktionen. Für diese jungen Bäume ist es wichtig, eine feuerbrandfreie Umgebung zu haben, damit sie zu den alten Hochstämmen werden können, unter denen dann unsere Enkel als Erwachsene sitzen werden.

Daher ist die Feuerbrandbekämpfung als eine nachhaltige Investition in den Erhalt der Obstbäume und der Artenvielfalt zu sehen - auch wenn sie im Einzelfall zur schmerzhaften Rodung eines stark befallenen Baumes führen kann.

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