Obst- und Gartenkultur Vorarlberg

Es geht um eine neue Bodenständigkeit

Wenn sich knapp 100 Obst- und Gartenexperten aus dem ganzen Land im BSBZ in Hohenems treffen, um das fast schon abgelaufene Jahr Revue passieren zu lassen und sich auch auf das kommende Jahr einstimmen. Dann ist die OGV Funktionärstagung angesagt.

Fast vollzählig erschienen alle Obleute (oder ihre Vertreter) aus den einzelnen Gemeinden und holten sich bei der jährlichen Funktionärstagung wichtige Inputs für die kommenden Monate.

Gut vorbereitet auf die neuen Herausforderungen

Die Sehnsucht nach Natur ist nicht neu. Galt Gartenarbeit noch vor einigen Jahren als "spiessig", hat sich die Zielgruppe in den vergangenen Jahren verändert. Die Community ist jünger und auch urbaner geworden. Der Garten hat sich zum neuen Wohnzimmer entwickelt, in dem sich die Leistungsgesellschaft nicht nur zurückzieht und genießt, sondern sich auch selbst verwirklicht, pflanzt und erntet. Der Garten ist ein Ort der Selbstfindung geworden, eine grüne Oase, in der Selbstangebautes sprießt - eine Facette der Do-it-Yourself-Gesellschaft, die wieder verstärkt auf Selbstgemachtes setzt.

Es geht um eine neue Bodenständigkeit. Gartenarbeit, das Durchatmen der Natur, Kochen und Einmachen werden als Kontrapunkt der Gesellschaft gesehen. Wer selbst gärtnert, weiss immer genau, was zu Hause auf den Tisch kommt.

Selbstmachen als Lebensgefühl und Ursprung der Nahrunsgmittel

Nahrungsmittel aus allen Teilen der Welt stehen das ganze Jahr über zur Verfügung. Doch gerade dieses Überangebot hat das Bedürfnis nach einer überschaubaren Mikroökonomie geweckt. Der Wunsch, zu wissen, woher die Lebensmittel kommen. Um "ehrliche" Nahrungsmittel zu konsumieren, greifen auch in Vorarlberg immer mehr Menschen zu Harke und Gießkanne. Wie hat schon Agrarwissenschaftlerin DI Andrea Heistinger mehrfach betont: "Die einen graben Flächen in der Stadt um, weil sie sich gute Lebensmittel anders nicht leisten können. Während andere es gerade schick finden, neben den Geranien auch Salat im Balkonkistchen anzubauen. Andere gärtnern, um ihren Kindern die Lebensrhythmen der Natur vertraut zu machen oder um in Gemeinschaftsgärten Freundinnen oder Nachbarn zu treffen."

Viele besondere Schwerpunkte der Vorarlberger Obst- und Gartenbauvereine

Die Lebensverhältnisse haben sich in den vergangenen Jahren gewandelt. Und mit Ihnen natürlich auch die Schwerpunkte der Vereinsarbeit der Vorarlberger Obst- und Gartenbauvereine. Gesunde Ernährung aber auch Bewegung im Freien sind aktueller denn je. Gärten sind der letzte Luxus in Vorarlberg und bieten Raum und Zeit für Erholung. Jeder Garten ist ein kulturell gestalteter Raum, gleich in welcher Optik und mit welchem Anspruch.

Die Funktionärstagung bot auch heuer wieder zahlreiche praktische Infos und Tipps für das kommende Jahr. Gleichzeitig bekamen bei der Funktionärstagung auch neue Gedanken und Ideen eine Chance. Egal ob eine besondere 100 Jahr Feier beim OGV Alberschwende, die Hintergründe zum größten Erdkeller in Vorarlberg der Gartenfreunde Reuthe-Bezau, die Gemüseaktion "Mir treffen üs im Garta" in Thüringen, die innovative Mobile Saftpresse der Familie Porod aus Übersaxen oder auch die Broschüre "Heimische Bäume und Sträucher" der Umweltabteilung. Es bewegt sich viel im Land.

Heimische Wildhecken, Gemüsebauseminar, Fachtagung Wildgehölze, Tag für Gemeinschaftsgärten

Passend zur guten Stimmung wurden auch die Schwerpunkte für das kommende Gartenjahr präsentiert. 2020 steht ganz im Zeichen der heimischen Wildhecken. Wenn, wie im gegenwärtigen Trend, Wildstauden statt steriler Hybriden gepflanzt werden, kommt das auch den Tieren entgegen. Insekten fliegen auf Dolden und Sonnenhüte - egal wo und in welchem Kontext sie stehen. Zur optimalen Abrundung dieses wichtigen Jahresthemas wird im kommenden Jahr wieder die Aktion "Mi Kischta Gärtle" fortgesetzt. Zudem werden auf vielfachen Wunsch ein ausführliches Gemüsebauseminar und auch ein Bodenfruchtbarkeitsseminar, eine Fachtagung Wildgehölze und erstmals in Vorarlberg auch ein Tag für Gemeinschaftsgärten angeboten werden.

"Klimaschutz und Nachhaltigkeit in unseren Gärten"

Einigkeit herrschte schlussendlich auch bei der Wahl des Jahresthemas 2021: Die Vorarlberger Obst- und Gartenbauvereine werden das Zukunftsthema "Klimaschutz und Nachhaltigkeit in unseren Gärten" auf das oberste Podest ihrer Aktivitäten stellen.

Im kommenden Jahr gibt es selbstverständlich zahlreiche weitere Angebote für die Obst- und Gartenbaufreunde, die frühzeitig auf den internen OGV Kanälen abrufbar sein werden.

Die Vorarlberger Obst- und Gartenbauvereine bewegen und beleben.

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Obst- und Gartenkultur Vorarlberg

Unsere über 15.000 ehrenamtlichen Mitglieder sind in 66 Ortsvereinen dem Verband für Obst- und Gartenkultur angeschlossen.

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