Fachverband der Baumwärter Vorarlbergs
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OGV Obst- und Gartenkultur Vorarlberg

40. Obstbautag

Ein Grund zum Feiern - der Vorarlberger Baumwärterfachverband feierte in Rankweil den 40. Obstbautag.

Obmann Armin Rauch eröffnete die Veranstaltung und führte durch das Programm. Er freute sich, dass so viele der Einladung gefolgt sind.

Ehrenobmann Berno Häfele und Alt-LK-Obstbau-Referent Edi Lex stellten die Geschichte und Entstehung des Obstbautages, einer Gemeinschaftsveranstaltung von Baumwärtern und Landwirtschaftskammer, sehr humorvoll und informativ vor. Sie gingen vor allem auf die Klimaveränderungen ein: "Das ist ein Thema der Zukunft. Versetzen wir uns ins Jahr 2060 - hier stehen beim Obstbautag Themen wie Schnitt, Pflege und Düngung von Zitrusfrüchte, Oliven und Granatapfel auf der Tagesordnung". Sie betonten, dass wir uns in einem Wandel befinden, der durchaus auch neue Chancen berge.

Vorarlberger Weinbau im Fokus

Sehr interessante und informative Fachvorträge standen auf dem Programm. So referierte Hans Böhringer, Kleinwinzer aus Koblach, über die Möglichkeiten, in kleinen Strukturen Weinreben anzubauen. Er ging detailliert auf die Lage, Klima und Ausrichtung des Weingartens, wie auch die Aufzucht und Pflege der Pflanzen ein, um einen starken und gesunden Rebstock zu bekommen.

Der Göfner Winzer "aus Leidenschaft" Helmut Sonderegger stellte bekannte Rebsorten vor, welche vermehrt in Vorarlberg verwendet werden und hier gut gedeihen. Insbesondere ging er dabei auf die PiWi-Sorten ein. Das sind pilzwiderstandsfähige Sorten, robust gegen Peronospora, Oidium und Botrytis. Solche Sorten wurden bereits 1880 gezüchtet, und einige dieser alten Züchtungen werden noch heute gepflanzt, wie z.B. Triumpf vom Elsass, Seyval Blanc, usw.

Auf Basis dieser ursprünglichen Reben wurde weiter gezüchtet in Hinsicht auf die Resistenzeigenschaften, Weinqualität und Haltbarkeit. Federführend ist hier das Weinbauinstitut Freiburg im Breisgau.

Er zeigte anhand von Bildern die verschiedenen Rebsorten, die in Göfis im eigenen Weingarten kultiviert werden, und ging auf die Eigenschaften der jeweiligen Rebsorten ein.

Natürlich darf der Ausbau des Weines nicht fehlen. Daher referierte der Dünser Winzer Robert Gohm über seine Erfahrungen, wie ein Wein im Keller richtig reift. Er ging dabei auf die saubere, gesunde Frucht, den Platz der Verarbeitung, die Reinigung und Sauberkeit ein. Herr Gohm erklärte an verschiedensten Beispielen, was bei der Vergärung beachtet und hinzugefügt werden muss, um einen fehlerfreien, fruchtigen und besonderen Wein als Produkt zu bekommen.

Besondere Weinberge in Vorarlberg

Der Weinberg von Eugen Burtscher in Egg zeigt, dass Wein auch in höheren Lagen gut gedeihen kann. Eugen Burtscher erzählte wie er bereits seit Jahren erfolgreich für den Hausgebrauch Wein anbaut. Er brachte den Zuhörern seine Erfahrungen näher und vermittelte, dass der Weinanbau auch im kleinen Rahmen funktionieren kann.

Michael Nachbaur aus Röthis präsentierte seinen Biobetrieb und gab einen Überblick über die biologische Wirtschaftsweise im Weinbau. Er zeigte mittels Beispielen die Unterschiede zum konventionellen Weinanbau in der Kultivierung, Bodenbearbeitung und im Pflanzenschutz.

Göfis war einst das Weinbaugebiet in Vorarlberg. Hobbywinzer Gerd Markowski berichtete über seine Erfahrungen im Weinbau, bezugnehmend auf die klimatischen Bedingungen und Veränderungen. Er zeigte auf, dass sich die klimatischen Bedingungen derzeit sehr rasch ändern. Denn innerhalb von 10 Jahren hat sich bei ihm die Ernte fast um einen Monat vorverlegt.

Die Veranstaltung wurde am Vormittag von Bianca auf der Ziehharmonika und Melanie auf der Klarinette musikalisch unterstützt.

Nach den Fachvorträgen fand unter musikalischer Begleitung einer originalen Schrammelmusik die Verkostung der besonderen Vorarlberger Weine statt.

Martin Mathies, Ulrich Höfert

Obst/Garten & Direktvermarktung

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