Wie entsteht guter Essig? Was steckt hinter der sogenannten Essigmutter und welche Möglichkeiten gibt es, aus heimischem Apfelmost einen hochwertigen Essig herzustellen? Diesen Fragen widmeten sich 19 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Mittwoch, dem 28. Oktober 2026, beim praxisnahen Workshop „Essig selber machen – vom Most zum edlen Genuss“ des OGV Sulz-Röthis in der Volksschule Sulz.
Unter der fachkundigen Anleitung von Bertram Nachbaur erhielten die Teilnehmer einen spannenden Einblick in die Kunst der Essigherstellung. Im theoretischen Teil erklärte der Kursleiter die Grundlagen der Essigproduktion, die geeigneten Ausgangsprodukte, die Vergärung und die Bedeutung der Essigmutter. Auch verschiedene Möglichkeiten zur Veredelung mit Kräutern und Säften wurden vorgestellt. Dabei räumte Bertram Nachbaur mit so manchem hartnäckigen Mythos rund um die Essigherstellung auf.
Sieben Essige – sieben Geschmackserlebnisse
Nach dem theoretischen Teil folgte ein ganz besonderer Höhepunkt des Abends: die Verkostung von sieben unterschiedlichen Essigsorten vom Peter Hof. Auf dem Programm standen Apfelessig, Holunderblütenessig, Bieressig, Gartenkräuteressig, Brombeeressig und Kriasi-Essig. Die unterschiedlichen Aromen und Geschmacksrichtungen zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig und kreativ Essig hergestellt und veredelt werden kann. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer war diese Verkostung ein einmaliges Geschmackserlebnis und eine echte Entdeckungsreise durch die Welt der Essige.
Vom Apfelmost zum eigenen Essig
Anschließend wurde es praktisch: Gemeinsam setzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren eigenen Essig an. Insgesamt wurden rund 60 Liter Apfelmost verarbeitet und mit Essigsäure versetzt. Nun heißt es Geduld haben: Nach etwa sechs bis acht Wochen Reifezeit sollte daraus ein feiner, aromatischer Apfelessig entstehen.
Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer konnte den eigenen Essigansatz mit nach Hause nehmen und erhielt wertvolle Tipps für die weitere Entwicklung und Pflege.
Der Workshop verband auf gelungene Weise theoretisches Wissen, praktische Erfahrung und kulinarischen Genuss. Besonders die Vielfalt der verkosteten Essige und das gemeinsame Ansetzen des eigenen Apfelessigs machten den Abend zu einer abwechslungsreichen und lehrreichen Veranstaltung.
Ein herzliches Dankeschön gilt Bertram Nachbaur für die interessante Wissensvermittlung, die außergewöhnliche Essigverkostung und die praktische Begleitung. Ebenso bedanken wir uns bei allen 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern für das große Interesse und die aktive Mitarbeit.
Wir freuen uns schon auf die Verkostung des selbst angesetzten Apfelessigs in einigen Wochen!








